Nach über 2 Monaten melde ich mich wieder einmal.
In der Zwischenzeit habe ich meine 20. Fasnacht als Aktiver Villettechlöpfer abgeschlossen. Es war wieder eine sehr bewegende Fasnacht.
An vielen verschiedenen Ort haben wir auch dieses Jahr wieder gespielt und zum Teil sehr geglänzt oder auch sehr wenig enttäuscht!
Ich durfte auch gleichzeitig noch meine Abschlusstournee als Villettechlöpfer feiern. Ich habe mich vor 2 Jahren entschieden, nach dem Jubiläumsjahr die Villettechlöpfer zu verlassen.
Dies habe ich nun in die Tat umgesetzt und das Austrittsschreiben liegt bereits beim Präsidenten. :-)
Ich durfte in diese 20 Jahren extrem viele schöne und tolle Momente erleben. Von den vielen interessanten Begegnungen will ich nicht mal beginnen, da ich sonst einfach zu viele Personen vergessen würde.
Sicherlich bleiben mir die Auftritte in Rom, Stuttgart, Neuhausen, Saas Fee, Umzug in Illanz, Gurtnellen, Stoos, Muotathal usw. total in Erinnerung. Vor allem all die Erlebnisse an diesen Orten sind unbezahlbar.
Ganz besonders Stolz bin ich auf die Ehemaligen und Aktiven Villettechlöpfer die kennenlernen durfte! Daraus sind sehr viele tolle Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte!
All die vielen Zeiten in den "Kaffistube" oder in de Baren beim Mineral :-) waren sensationell! Gelacht habe ich über vieles und mir fällt auch immer wieder was ein.
Zum Glück muss ich über das Erlebte kein Buch schreiben, glaub da würden 1000 Seiten nicht reichen.
Hier ein Auszug einer Geschichte, welche absolut wahr ist. Diese Geschichte wurde von Stöffel von den Löli-Tuutter noch aufgemotzt.
Röne, ein stolzer Gugger aus der Innerschweiz, war freudig erregt – seine Gugge durfte zu einem Fest ins schwäbische zum spielen. Natürlich wollte Röne im Ausland nicht nur seine eigene Kultur, eben die Guggenmusik, vertreten, sondern war auch begierig drauf, die Bräuche von Land und Leuten im Schwäbischen Raum kennenzulernen. Einige dieser Bräuche sind etwas anders als anderswo, diese Erfahrung sollte Röne an jenem Wochenende noch machen.
Nach vielen tollen Auftritten am eigentlichen Fest, beschloss Röne, ein Mann mit Sitzleder – zwischendurch mal die Unterkunft aufzusuchen. Vor dieser – einer Turnhalle – standen dann sechs Leute. Einheimische, die man «abkommandiert» hatte, um die Schweizer Gäste zu «bewachen» – also eine Art «Spätzle-Schweizergarde». Als kommunikativ aufgeschlossener Mensch suchte Röne gleich freundlich das Gespräch mit den lustig verkleideten Gesellen. Einer davon, er gab eine Hexe, stellte relativ schnell eine gewisse Sprachbarriere fest. Rönes gute Kinderstube gebot ihm, im Ausland den dortigen Dialekt zu sprechen, und so versuchte er es auf Hochdeutsch.
Wer die Schwobe kennt, weiss aber, dass diese kein Deutsch sondern eben «schwäbisch» babble. Und so foppten sich Röne und die Spätzle-Hexe gegenseitig mit ihrem Dialekt. Das ganze war für den Innerschweizer derart anstrengend, dass er bald einmal mit trockener Kehle nach einem Bier fragte.
Die Spätzlegarde hatte aber leider kein Bier zur Hand, und im Ort waren um diese Zeit auch schon alle Bürgersteige hochgeklappt. Das heisst – jetzt ein Bier zu bekommen war für Röne etwa so realistisch, wie ein paar Schweinswürstchen auf einem kurdischen Wochenmarkt. Oder Samstags um 11.00h einen Parkplatz vor der Migros. Oder einen Haifisch in der Frauenbadi zu fangen … Kurzum; unmöglich!
Immerhin boten ihm seine deutschen Freunde ein Schorle an. Schorle!? Ein Mann, der Innerschweizer Kafi Zwätschge, Hongichrüter und Bier gewöhnt ist, braucht relativ viel Überwindung, resp. es muss sich um echten Durst handeln, wenn er ein Schorle trinkt. Er trank es. In einem Zug. Die Hexe und ihre Kollegen staunten nicht schlecht.
Der Hexerich persönlich hatte daraufhin plötzlich eine Offenbarung; Er wusste nun ziemlich genau, wo in diesem verlassenen Kaff zwischen Stuttgart und Bodensee um diese Zeit vielleicht doch noch ein Bier zu bekommen sein. Rönes Augen weiteten sich, und bekamen jenen Glanz, den ein kleiner Junge beim Anblick eines Ferngesteuerten Autos (oder ein Rekrut beim Anblick eines Tittenmagazins) versprüht!
Diese kurzfristige Euphorie endete allerdings so abrupt, wie sie gekommen war, als er sich anhörte, wo denn genau Mr. Waldpurgisnacht sein Bier besorgen wolle: Auf der Polizeiwache. Nu, is klar, ne?! Wir laufen einfach so aufs dritte Revier, schwingen die Tür auf, sagen freundlich: «Harry hol schon mal den Wagen, und sie, Kommissar Rex, machen mal ein Bierchen klar!» Und er fragt dann wohl: «Gerne. Pils oder Export?»
Röne hätte am liebsten laut herausgelacht. Aber ihm war, nach dem kurzen Hoffnungsschimmer und der darauffolgenden Enttäuschung ob der Schnapsidee der Hexe, nicht danach. Sein Gelust nach Bier steigerte sich ins unermessliche. Es war jetzt fast ein Verlangen …
«Kommst DU endlich?!» riss ihn die Stimme des Hexers aus seinen Gedanken. Er war schon vorausgegangen und schien seinen Plan doch wirklich in die Tat umsetzen zu wollen. Wahnwitzig. Aber Röne folgte ihm dennoch. Und nach 200m erreichten sie tatsächlich den Polizeiposten. Es brannte noch Licht, und so gingen sie rein.
Ein Beamter am Schalter grüsste sie und fragte, was er für sie tun könne. Der Schwabe verlangte ohne grosse Umschweife und allen Ernstes nach zwei Bier. Röne, der sich schon auf eine Moralpredigt des Oberschützengrenadirs hinter der Theke gefasst gemacht hatte, merkte zu seinem Erstaunen, dass der Bulle diese Bitte gar nicht so abwegig fand, aber dennoch verneinte, mit der Begründung, es grad zuviel los im Moment. Röne und die Hexe gingen zur Tür und da kam aus einem Hinterzimmer ein weiterer Cop und fragte, wie er helfen könne. Nochmals schilderten die beiden Durstigen ihr Anliegen, und siehe da, de zweite Polizist hatte Verständnis.
Er bat sie in den Hinterraum, aus dem er gekommen war, und fragte dort, wie viel es denn sein dürfe. Röne, als ein Mann, der gerne aufs ganze geht, wollte gleich eine ganze Kiste haben. Dies verneinte der Bulle vom Spätzleland zwar, aber er rückte bereitwillig wenigstens zwei Flaschen Bier raus, die Röne ihm fürstlich entlöhnte und verdankte.
Überglücklich und zufrieden erzählte Röne am anderen morgen seinen Kollegen, wann, und vor allem wo er letzte Nacht seinen Schlummertrunk bekommen hatte. Diese glaubten ihm aber die Story nicht. Mittags beim Umzug dann traf Röne seinen Hexenfreund wieder, und dieser bestätigte die Geschichte vor all den verdutzten Kollegen von Röne.
Tja – die Polizei – Dein Freund und Helfer!
UNGLAUBLICH ... ABER TATSÄCHLICH SO GESCHEHEN!!!!!!!
So dieses Thema ist jetzt abgeschlossen und nächstes Jahr kann ich dann die Fasnacht wieder freigestalten. Hoffentlich kann ich Astrid mal die Fasnacht aus meiner Sicht zeigen, welche natürlich viele verschiedene Anlässe hat!
Nach der Fasnacht durfte ich mit Astrid noch ein wunderschönes Weekend auf dem Uetliberg verbringen. Dies war total nötig, da wir uns nun ja einige Zeit nicht gesehen hatten.
Letzten Samstag durten Astrid und ich unser Halbjähriges feiern. Dies war sensationell und wir durften dies bei einem gemeinsamen Nachtessen, meine Eltern nahmen ebenfalls teil, feiern.
Es war ein toller Abend, welche an der Schneebar in Steinhausen noch mit unseren Kollegen ausklang!
Danke Schatz es war eine tolle Zeit bis jetzt und ich hoffe noch auf viele Jahrzehnte mit Dir!
ICH LIEBE DICH!
Zur Zeit sind wir am packen unserer Wohnungen, damit wir am 4.4. unser gemeinsame Wohnung beziehen können. Wir freuen uns beide total darauf und werde bestimmt danach weitere Informationen hier publizieren.
In diesem Sinne, halten die Köpfe oben. Denkt daran: Man sollte viel mehr lachen! :-)
Donnerstag, 12. März 2009
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